Zervikothorakale Fusion (Fixation von der unteren Halswirbelsäule zur Brustwirbelsäule)
Die zervikothorakale Fusion (Fixation von der unteren Halswirbelsäule zur Brustwirbelsäule) wird bei Patienten erwogen, die unter Schmerzen im unteren Nacken- und oberen Rückenbereich, einem Instabilitätsgefühl oder einer erzwungenen Kopfhaltung leiden, die sich unter Medikation oder Physiotherapie nicht bessern, und deren Bildgebung Deformität, Stenose oder Kompression am zervikothorakalen Übergang zeigt. Mit Schrauben und Stäben, die untere Halswirbel mit oberen Brustwirbeln verbinden, sowie zusätzlichem Knochentransplantat und gegebenenfalls einer Dekompression sollen Rückenmark und Nervenwurzeln geschützt und eine dauerhafte Stabilität gewährleistet werden. Die Indikation wird nach Beurteilung von Klinik, neurologischer Untersuchung und MRT/CT individuell gestellt, besonders bei komplexen Deformitäten, posttraumatischen Veränderungen oder fortgeschrittenen Stenosen.

Was ist die zervikothorakale Fusion (Fixation von der unteren Halswirbelsäule zur Brustwirbelsäule)?
Es handelt sich um einen Stabilisierungseingriff, der die unteren Halswirbel (meist C6–C7) mit einer oder mehreren oberen Brustwirbeletagen über Schrauben, Stäbe und Knochentransplantat zu einem stabilen Konstrukt verbindet. Bei Stenose oder Kompression von Rückenmark oder Nervenwurzeln wird häufig eine Dekompression (Laminektomie, Foraminotomie) kombiniert.
Symptome und Warnzeichen
Achten Sie auf folgende Anzeichen:
Wann ist dieser Eingriff angezeigt?
Wie wird der Eingriff durchgeführt?
1.Präoperative Vorbereitung
Es erfolgt eine vollständige neurologische Beurteilung sowie eine detaillierte Auswertung von MRT, CT und Röntgenbildern (gegebenenfalls einschließlich Funktionsaufnahmen), um die zu dekomprimierenden und zu fixierenden Etagen festzulegen. Ziele, Instrumentation, mögliche kombinierte Zugänge und Risiken werden erläutert. Sie erhalten Anweisungen zum Nüchternsein, Anpassungen von Antikoagulantien und Thrombozytenaggregationshemmern, und Begleiterkrankungen werden mit der Anästhesie beurteilt.
2.Während des Eingriffs
Unter Vollnarkose wird in der Regel ein hinterer Zugang in Bauchlage und ausgerichteter Wirbelsäule gewählt. Über einen Mittellinienschnitt im unteren Nacken- und oberen Rückenbereich werden Schrauben in ausgewählte untere Hals- und Brustwirbel eingebracht, geführt durch Anatomie und Bildgebung. Bei Bedarf erfolgt eine Dekompression von Rückenmark und Nervenwurzeln (Laminektomie, Foraminotomie). Die Stäbe werden verbunden, Knochentransplantat zur Fusion eingebracht und die Ausrichtung überprüft, bevor schichtweise verschlossen wird, gegebenenfalls mit Drainage.
3.Unmittelbare Phase nach der Operation
Nach der Operation werden Vitalzeichen, neurologischer Status und Schmerzen im Aufwachraum und anschließend auf der Station überwacht. Schmerzen im Nacken und oberen Rücken sind zu erwarten und werden mit Schmerzmitteln behandelt. Die Mobilisierung beginnt schrittweise (Sitzen, Gehen mit Unterstützung). Je nach Stabilität kann eine Halskrause oder ein Korsett eingesetzt werden. Der Krankenhausaufenthalt beträgt in der Regel 4–7 Tage, abhängig von neurologischem Verlauf, Schmerzen und Allgemeinzustand.
Genesung und Alltag nach der zervikothorakalen Fusion
Die Genesung verläuft schrittweise und kann mehrere Monate dauern. Zu Beginn sind Muskelschmerzen, Steifheit und Ermüdung beim Halten von Haltungen häufig. Die Basismobilisation beginnt früh; Anstrengungen, abrupte Drehbewegungen und Belastungen werden vermieden. Die Rückkehr zu Bürotätigkeiten wird in der Regel nach 4 bis 8 Wochen erwogen; körperlich anspruchsvolle oder sturzgefährdete Tätigkeiten können 3–6 Monate oder länger erfordern. Physiotherapie, gezielte Rehabilitation und Ergonomie sind entscheidend für die Wiedererlangung der Funktion und den Schutz der Wirbelsäule. Achten Sie auf Fieber, Wundsekretion, starke Schmerzen, neue Schwäche oder Sensibilitätsstörungen und suchen Sie bei Auftreten umgehend ärztlichen Rat.
Risiken und mögliche Komplikationen
Allgemeine Risiken: Anästhesie, Infektion, Blutung, Hämatom, venöse Thrombose.
Spezifische Risiken: Verletzung von Rückenmark oder Nervenwurzeln mit Verschlechterung von Kraft oder Sensibilität; Fehlpositionierung von Schrauben, die eine Revision erfordern kann; Pseudarthrose in den fusionierten Etagen; anhaltende chronische Schmerzen; Progression der Degeneration in angrenzenden Segmenten; mögliche Veränderung der Gesamtachse, wenn diese nicht ausreichend korrigiert wird. Diese Risiken werden gegen das Risiko abgewogen, eine bedeutende zervikothorakale Stenose oder Instabilität unbehandelt zu lassen.
Häufig gestellte Fragen
Weitere verwandte Behandlungen
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Wenn einige dieser Symptome auf Ihre Situation zutreffen und der Schmerz Ihren Alltag zunehmend einschränkt, können wir Ihren Fall in einer individuellen Beratung beurteilen. Dr. Ben Ghezala wird Ihre Krankengeschichte und Ihre Bildgebung prüfen, um gemeinsam mit Ihnen die beste Behandlungsoption zu wählen.
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