Korrektur der zervikalen Kyphose
Die Korrektur der zervikalen Kyphose ist ein Eingriff, der das Gleichgewicht des Halses wiederherstellen soll, wenn die Wirbelsäule ihre natürliche Krümmung verliert und nach vorne kippt. Viele Patienten kommen mit einem Hals, der den Kopf nicht mehr halten kann, anhaltenden Schmerzen, eingeschränktem Blick nach vorne oder neurologischen Symptomen durch Rückenmarkskompression nach Voroperationen, Morbus Bechterew oder fortgeschrittener Degeneration. In unserer Sprechstunde in Alicante und Benidorm beurteilen wir jeden Fall mit dynamischer Bildgebung, 3D-Planung und einem individuellen Operationsplan, um den Hals so sicher wie möglich neu auszurichten.

Was ist die Korrektur der zervikalen Kyphose?
Die Korrektur der zervikalen Kyphose ist ein Eingriff, der die natürliche Krümmung des Halses wiederherstellen soll, wenn diese verloren gegangen ist und die Wirbelsäule nach vorne kippt. Je nach Steifigkeit und Ausmaß der Deformität kombinieren wir Dekompression, Osteotomien und Instrumentation mit Schrauben und Stäben, um das sagittale Gleichgewicht im Segment C2-C7 wiederherzustellen.
Bei flexiblen Kyphosen kann eine hintere zervikale Fusion oder eine mehrsegmentale ACDF ausreichen. Fixierte Kyphosen, häufig im Rahmen einer Spondylitis ankylosans oder nach ausgedehnten Laminektomien, erfordern meist einen kombinierten anterior-posterioren Zugang mit Osteotomien vom Typ Smith-Petersen oder Pedikelsubtraktion. Um Ihren Fall zu besprechen, können Sie einen Beratungstermin anfragen bei Dr. Ben Ghezala.
Symptome und Warnzeichen
Patientinnen und Patienten mit symptomatischer zervikaler Kyphose berichten meist über:
Wann ist dieser Eingriff angezeigt?
Wie wird der Eingriff durchgeführt?
1.Präoperative Vorbereitung
Vor der Operation erfolgt eine umfassende Abklärung: MRT, CT mit 3D-Rekonstruktion, dynamische Flexion-Extensions-Aufnahmen und eine Ganzwirbelsäulen-Aufnahme zur Beurteilung des sagittalen Gleichgewichts. Wir prüfen die Steifigkeit der Deformität, planen die zu instrumentierenden Segmente und überprüfen Medikation, Nüchternheit und präoperative Laborwerte.
2.Während des Eingriffs
Der Eingriff erfolgt in Vollnarkose mit kontinuierlichem neurophysiologischem Monitoring (motorisch und sensibel evozierte Potenziale). Bei flexiblen Kyphosen verwenden wir meist einen vorderen Zugang mit mehrsegmentalen Diskektomien, Cages und Platte. Bei steifen Kyphosen kombinieren wir eine vordere Freisetzung mit einem hinteren Schritt mit Osteotomien (Smith-Petersen oder Pedikelsubtraktion) und einer Instrumentation mit Massa-lateralis- und Pedikelschrauben. Die Neuausrichtung erfolgt kontrolliert, um Rückenmark und Nervenwurzeln zu schützen.
3.Unmittelbare Phase nach der Operation
Nach dem Eingriff verbringen Sie einige Stunden im Aufwachraum mit engmaschiger neurologischer Überwachung. Sobald die Situation stabil ist, geht es zurück auf die Station. Am ersten Tag beginnt die schonende Mobilisierung mit Halskrause und die Schmerzen werden multimodal behandelt. Der Krankenhausaufenthalt beträgt in der Regel 3 bis 7 Tage, abhängig von der Komplexität der Korrektur.
Genesung nach der Korrektur der zervikalen Kyphose
Die Genesung nach einer zervikalen Korrektur dauert länger als nach einem einfachen zervikalen Eingriff, da Osteotomien und eine mehrsegmentale Instrumentation erfolgen. Die ersten 2-3 Wochen konzentrieren sich auf Wundpflege, Gehen und Haltungsschulung, gegebenenfalls mit Halskrause.
Nach 4-6 Wochen werden Alltagsaktivitäten und Autofahren nach unserer Freigabe wieder aufgenommen. Büroarbeit ist meist zwischen 6 und 12 Wochen wieder möglich, körperliche Berufe benötigen 3 bis 6 Monate. Die Fusion konsolidiert sich über mehrere Monate, daher vermeiden wir starke Belastungen anfangs und planen eine Rehabilitation für Nacken und Rückenmuskulatur.
Bei Fieber, Wundsekretion, neuen starken Schmerzen oder neurologischen Veränderungen ist eine sofortige Abklärung erforderlich.
Risiken und mögliche Komplikationen
Jeder Eingriff birgt allgemeine Risiken wie Infektion, Blutung, Thrombose oder anästhesiebedingte Komplikationen. Die Korrektur der zervikalen Kyphose ist ein großer Eingriff, dessen spezifische Risiken eine offene Aufklärung verdienen.
Die wichtigsten sind Verletzungen des Rückenmarks oder der Nervenwurzeln während der Neuausrichtung, Lockerung oder Versagen der Instrumentation, Pseudarthrose (fehlende Konsolidierung), vorübergehende oder anhaltende Dysphagie, Gefäßverletzungen, proximale oder distale Anschlusskyphose sowie die Notwendigkeit einer Revisionsoperation. Deshalb arbeiten wir mit kontinuierlichem neurophysiologischem Monitoring und 3D-Planung und reservieren diesen Eingriff für sorgfältig ausgewählte Fälle.
Häufig gestellte Fragen
Weitere verwandte Behandlungen
Erkennen Sie sich in diesen Symptomen wieder?
Wenn einige dieser Symptome auf Ihre Situation zutreffen und der Schmerz Ihren Alltag zunehmend einschränkt, können wir Ihren Fall in einer individuellen Beratung beurteilen. Dr. Ben Ghezala wird Ihre Krankengeschichte und Ihre Bildgebung prüfen, um gemeinsam mit Ihnen die beste Behandlungsoption zu wählen.
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